Lesetipps: Neue Publikationen zur Digitalen Hochschullehre

„Die Rolle intermediärer Hochschuleinrichtungen bei der Bewältigung der Corona-Krise“ von Markus Deimann

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Basierend auf einer zwischen Juli und September 2020 im Auftrag des BMBF durchgeführten Studie nimmt Dr. Markus Deimann in seinem Arbeitspapier die Krisenbewältigung der deutschen Hochschulen im Laufe des ersten Corona-Semesters im Sommer 2020 aus einer hochschulübergreifenden Perspektive in den Blick. Anhand von 20 Interviews mit Expertinnen und Experten aus mehreren Hochschulverbünden, den E-Learning-Länderinitiativen sowie weiteren hochschulübergreifenden E-Learning-Einrichtungen wird dabei insbesondere die Rolle von intermediären Institutionen sowie das Zusammenspiel von Hochschulverbund, (Mitglieds-)Hochschule und Politik beleuchtet. Das Arbeitspapier rekonstruiert den Krisenverlauf, benennt zentrale Herausforderungen sowie vorgenommene Maßnahmen und skizziert die Entwicklungen im Sommerhalbjahr 2020 als zusammenfassende Einschätzungen.

Die Publikation kann kostenlos als HFD-Arbeitspapier abgerufen werden.

„Situiertes Lernen im Studium“ von Tobias Schmohl (Hrsg.)

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Die Publikation „Situiertes Lernen im Studium. Didaktische Konzepte und Fallbeispiele einer erfahrungsbasierten Hochschullehre“ von Prof. Dr. Tobias Schmohl (Hg.) ist der 5. Band der Reihe TeachingXchange. Diese lädt Akteur/innen der Hochschulbildung dazu ein, sich über neuartige Ideen und bewährte Konzepte rund um das akademische Lehren und Lernen auszutauschen. In der Einführung in die Beiträge des aktuellen Sammelbands stellt Prof. Dr. Schmohl das Konzept der erfahrungsbasierten Hochschullehre anhand von Fallbeispielen aus der Praxis vor. Dort vertritt er die Meinung, dass seit einigen Jahren eine paradigmatische Wende zum Erfahrungslernen (“experiential turn”) stattfinde, die durch digitale Lernformen noch beschleunigt werde. Schwerpunkt des Bandes sind akademische Lehr- und Lernsituationen, die räumliche und institutionelle Grenzen für experimentelle und explorative Studienmöglichkeiten öffnen. Die knapp 20 Beiträge über Theorie und (lehr-)organisatorische Praxis des situierten Lernens richten sich an Hochschullehrende sowie an Personen aus Bildungspolitik und Studiengangmanagement.

Die vollständige Veröffentlichung steht Interessierten als [PDF](https://www.wbv.de/openaccess/themenbereiche/hochschule-und-wissenschaft/shop/detail/16/_/0/1/6004731w/facet/Situiertes Lernen im Studium/) kostenfrei zur Verfügung.

Steirische Hochschulkonferenz veröffentlicht Forschungsergebnisse zur Analyse digitaler Kompetenzen von Studienanfänger/innen

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Im Auftrag der TELS-Gruppe, ein Interessenzusammenschluss der neun steirischen Hochschulen im Bereich Technology Enhanced Learning, haben 16 Autor/innen den Projektbericht „Alle(s) digital im Studium?!“ an der Universität Graz veröffentlicht. Der Bericht fasst die Ergebnisse einer angelegten Studie an den steirischen Hochschulen zu den digitalen Kompetenzen von Studienanfänger/innen zusammen und liefert Daten und Fakten zur Ausprägung digitaler Kompetenzen beim Übergang zwischen Schule/Beruf und Hochschule. Somit wird ein umfassendes Bild über die Fähigkeiten der Studierenden im Bereich Neue Medien und Technologie ermittelt und der notwendige Handlungsbedarf aufgezeigt.

Die vollständige Veröffentlichung steht Interessierten als PDF kostenfrei zur Verfügung.

Projekt AEDiL veröffentlicht Forschungsergebnisse zur aktuellen Umstellung auf digitale Lehre

Im Rahmen des Projekts „Autoethnographische Forschung zu digitaler Lehre (AEDiL)“ haben 15 Autorinnen und Autoren diverser Hochschulen den Band „Corona-Semester reflektiert - Einblicke einer kollaborativen Autoethnographie" veröffentlicht. In insgesamt vier Kapiteln „Chancen in der Krise“, „Neue (digitale) Lehrpraktiken“, „Erwartungsdiskrepanzen“ sowie „Strukturelle Spannungen“ berichten Lehrende und Hochschuldidaktiker/innen aus ihren unterschiedlichen persönlichen und professionellen Perspektiven über ihre Auseinandersetzung mit digitaler Lehre im pandemischen Kontext sowie über die damit einhergehenden neuen Möglichkeitsräume, strukturellen Bedingungen und krisenhaften Momente. Methodisch orientiert sich das Projekt an der Autoethnographie als Ansatz zur systematischen Beschreibung persönlicher Erfahrungen, um daraus kulturelle Veränderungen zu verstehen. Als technische Lösung für die hochschulübergreifende kollaborative Zusammenarbeit wurde die Open-Source E-Portfolio-Software Mahara benutzt. Die Veröffentlichung steht Interessierten als E-Book bzw. PDF kostenfrei zur Verfügung. Link zum Download: wbv.de