Lesetipps Erwachsenenbildung und Hochschule

Keine lange Weile im Sommer 2021

Zeitschrift für Hochschule und Weiterbildung - 2021/1: Kooperation und Vernetzung in der Hochschulweiterbildung

Ansehen 2021/1: Kooperation und Vernetzung in der Hochschulweiterbildung

Vernetzung und Kooperation besitzen im Weiterbildungsbereich allgemein einen hohen Stellenwert, wobei in den letzten Jahren vor allem die bildungspolitisch verstärkte Aufmerksamkeit auf lebenslange Lern- und Bildungsprozesse die Diskussion prägte (Alke & Jütte, 2016).

Dem Feld der wissenschaftlichen Weiterbildung kann schon aufgrund seiner Spezifika „eine gewisse Kooperationsaffinität“ (Sweers, 2020, S. 538) bescheinigt werden. Dies greift auf unterschiedlichen Ebenen. Gesetzlich schlägt sich dies darin nieder, dass Hochschulen Vereinbarungen mit Einrichtungen treffen, die hochschulnah oder in ihrem Auftrag Weiterbildung organisieren.

Des Weiteren gehört die kooperative Angebotsentwicklung zu dem grundlegenden Handlungsmodus aller Beteiligten.Aktuelle Entwicklungen unterstreichen die ungebrochene Relevanz des Themas. So findet bspw. die diesjährige DGWF-Jahrestagung unter folgendem Thema statt: „Kooperativ, vernetzt – agil? Zusammenarbeit in der wissenschaftlichen Weiterbildung“. In der Ausschreibung wird darauf in folgender Weise Bezug genommen: „Erwartet werden Vorträge, Workshops und Präsentationen, die sich mit den verschiedenen Formen wie auch Herausforderungen der Zusammenarbeit befassen – dies auf den Ebenen der kooperativen Angebotsentwicklung, der vernetzten Entwicklung von digitalen Lern- und Lehrmaterialien, der gemeinsamen Mittelakquisition und strategischen Kooperation bis hin zu Formen der kooperationsbasierten Steuerung wissenschaftlicher Weiterbildung.“

Als weitere aktuelle Entwicklung kann die Einrichtung von Vernetzungsstellen in Baden-Württemberg angeführt werden. Derzeit werden im Rahmen des landesweiten Vorhabens „Hochschulweiterbildung@BW“ an 25 Hochschulen in Baden-Württemberg Regional- und Fachvernetzungsstellen eingerichtet. Neben dem Aufbau einer landesweiten zentralen Plattform Hochschulweiterbildung@BW geht es in regionalen und fachbezogenen Clustern darum, die Zusammenarbeit (Matching) zwischen Wirtschaft und Gesellschaft sowie der Hochschulweiterbildung zu fördern.


Die digitale Transformation der Erwachsenen- und Weiterbildung von Erich Schäfer und Antje Ebersbach, (ISÖ-Text 2021-1)

Erich Schäfer/Antje Ebersbach, Die digitale Transformation der Erwachsenen- und Weiterbildung. ISÖ-Text 2021-1. Norderstedt: BoD 2021

Digitale Medien halten verstärkt Einzug in traditionelles Lehren und Lernen und zugleich werden digitale Formate sozialer und kommunikativer. Beide Entwicklungen vollziehen sich parallel. Die Erfahrungen zeigen auch, dass trotz Digitalisierung die Präsenzformate unverzichtbar bleiben.

Die Digitalisierung bezieht sich nicht nur auf das Lehren und Lernen. Bei den strategischen Überlegungen zur Digitalisierung in der Erwachsenen- und Weiterbildung ist der gesamte Bildungsprozess mit all seinen Ebenen vom gesellschaftlichen und institutionellen Kontext über die Programme und Angebote bis hin zum Personal und den Teilnehmenden einzubeziehen. Deshalb orientiert sich die hier vorgelegte Studie an einem Mehrebenenmodell der Digitalisierung. Am Beispiel von zwei freien Trägern der Erwachsenenbildung wird exemplarisch die zentrale Bedeutung der Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie im Sinne einer organisationssensiblen Digitalisierungsforschung vorgestellt.

Ob sich die mit der Digitalisierung verbundenen Erwartungen hinsichtlich des Abbaus von Bildungsprivilegien, der Angleichung von Lernchancen, der Beförderung demokratischer Prozesse, der Überwindung digitaler Disparitäten und der Realisation von mehr Teilhabe an Bildung verwirklichen lassen, können die Stakeholder der Erwachsenen- und Weiterbildung gestalten.

Die Studie steht in elektronischer Form hier zum Download und hier zur Bestellung in gedruckter Form als Paperback für 5,50 Euro (einschließlich Porto). Druck- und Verlagspartner ist „Books on Demand“.

Quelle: ISÖ Institut für Sozialökologie


Sichtbarkeit von Frauen in der Erwachsenenbildung

01.07.2021, Text: Lucia Paar, Redaktion/CONEDU

Die aktuelle Ausgabe des Magazin erwachsenenbildung.at begibt sich auf die Spuren einer Erwachsenenbildung von Frauen für Frauen. img Foto: Pixabay Lizenz, Nadim Merrikh, https://pixabay.comSichtbarkeit von Frauen in der Erwachsenenbildung: Die neue Ausgabe des Magazin erwachsenenbildung.at.

Frauen sind in der Erwachsenenbildung vor allem als Teilnehmende sichtbar, sind sich Heidi Niederkofler und Stefan Vater, die HerausgeberInnen der 43. Ausgabe des Magazin erwachsenenbildung.at einig. An den Volkshochschulen etwa ist der Anteil weiblicher Teilnehmender mit rund 75% besonders hoch. Als Lehrende, Intellektuelle und Macherinnen im Bildungsbereich bleiben Frauen aber oft unsichtbar. Dabei prägen sie die Erwachsenenbildung wesentlich – so ist nicht zuletzt der Großteil der Beschäftigten im Fachbereich weiblich. Die aktuelle Ausgabe des Magazin erwachsenenbildung.at beleuchtet daher Frauenbildung und geht den Spuren nach, die Frauen damals wie heute hinterlassen. Hier einige Beispiele:

  • Frauen als Pionierinnen an Volkshochschule
  • Feministische Bildung von Frauen für Frauen
  • Frauenstimmen hören

Die 43. Ausgabe “Die Sichtbarkeit von Frauen* in der Erwachsenenbildung " des Magazin erwachsenenbildung.at gibt es kostenlos online, als PDF-Datei und als Druckausgabe.


Texte zur Erwachsenenbildung aus fünf Jahrzehnten

Das Bild zeigt das Buchcover von “Keine lange Weile” von Ekkehard Nuissl. 2016, 228 Seiten Artikelnummer: 6004553w

Creative Commons Lizenzvertrag Keine lange Weile von Nuissl, Ekkehard steht unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

ISBN: 978-3-7639-5764-4 DOI: 10.3278/6004553w 34,90 €

E-Book (PDF) Download kostenlos Download

Beschreibung

  • Entwicklung der Erwachsenenbildung in Deutschland

  • Fundierung aktueller Themen und Probleme

Die Textsammlung vermittelt einen biografieorientierten Rückblick auf über 40 Jahre Erwachsenenbildung. Die Beiträge aus den Jahren 1972 bis 2016 beziehen sich auf bildungspolitische und lerntheoretische Aspekte aus Theorie und Praxis. Themen wie Finanzierung, Curriculumentwicklung, Bildungsforschung und Evaluierung werden ebenso behandelt wie Bildung für Migranten, Dropout oder Museumsbildung. Jeder Text spiegelt die persönliche Position des Autors, ermöglicht aber auch einen Blick auf die historischen Dimensionen der aktuellen Probleme und Fragen, die die Erwachsenenbildung heute bewegen.

Podcast zum Buch

9. Podcast online: Ekkehard Nuissl - 5 Jahrzehnte Erwachsenenbildung

hier geht es zur Audiodatei 20:47

Im neunten Podcast potenziaLLL spricht wb-web mit Prof. Ekkehard Nuissl anlässlich seines 75. Geburtstags. Dieser teilt im Gespräch seine Erfahrung zu den Entwicklungen der Erwachsenenbildung der vergangenen 50 Jahre mit den Zuhörenden. Welche Themen haben die Erwachsenenbildung geprägt? Was ist durch die Zeit hinweg aktuell geblieben? Und was braucht die Erwachsenenbildung, um zukunftsfähig zu bleiben oder auch erst zu werden? Antworten hören Sie in dieser aktuellen Podcastfolge!

Prof. Dr. Dr. h. c. Ekkehard Nuissl  lautet sein voller Name. Die Vielzahl an Titeln lässt mit Recht auf eine umfangreiche wissenschaftliche Karriere schließen. Im neunten Podcast potenziaLLL spricht Lars Kilian aus der wb-web Redaktion mit Herrn Nuissl über ihn als Person, aber vielmehr auch über seine langjährige Begleitung der Erwachsenenbildung durch fünf Jahrzehnte mit ganz unterschiedlichen Themen und Entwicklungen.


Erwachsenenpädagogische Digitalisierungsforschung - Impulse - Befunde - Perspektiven

Christian Bernhard-Skala, Ricarda Bolten-Bühler, Julia Koller, Matthias Rohs, Johannes Wahl (Hg.)

2021, 304 Seiten Artikelnummer: 6004789w

Reihe: Erwachsenenbildung und lebensbegleitendes Lernen - Forschung & Praxis Band-Nr.: 42

Creative Commons Lizenzvertrag Erwachsenenpädagogische Digitalisierungsforschung von Bernhard-Skala, Christian (Hg.); Bolten-Bühler, Ricarda (Hg.); Koller, Julia (Hg.); Rohs, Matthias (Hg.); Wahl, Johannes (Hg.) steht unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Buch: ISBN: 978-3-7639-6055-2

E-Book (PDF): ISBN: 978-3-7639-6652-3

DOI: 10.3278/6004789w

49,90 €

E-Book (PDF) Download kostenlos Download

Beschreibung

  • Digitalisierung als Forschungsfeld der Erwachsenenbildungswissenschaft

  • Theoriebildung und Fundierung der Praxis

In der Erwachsenen- und Weiterbildungspraxis sind digitale Medien zentrale Einflussfaktoren. Sie wirken auf Bildungs- und Lernprozesse Erwachsener, Anforderungen an Professionelle, Veränderungen der Organisationen sowie des gesamten Systems. Daraus ergeben sich neue und notwendige Forschungsperspektiven. In dem Sammelband wird die Digitalisierung als Forschungsfeld der Erwachsenenbildungswissenschaft eingeordnet und umrissen. Für die Formierung dieses Feldes setzen die Herausgeber:innen in ihrem Einstiegsbeitrag wichtige Impulse. Die Themenauswahl und Editierung der darauf folgenden Beiträge verweisen auf die zentralen Forschungsaufgaben einer erwachsenenpädagogischen Digitalisierungsforschung: die Fundierung der erwachsenenpädagogischen Praxis und Theoriebildung für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Digitalen. Grundfragen der Finanzierung, der Kompetenzen, der Lehre, des Lernens und der Institutionen werden aus verschiedenen Perspektiven diskutiert.


Erwachsenenbildung und Umgang mit (Corona-)Krisen

Hessische Blätter für Volksbildung 2/2021

Hessischer Volkshochschulverband e.V. (Hg.)
2021, 6 Seiten Artikelnummer: HBV2102W

DOI: 10.3278/HBV2102W

19,90 €

E-Paper (PDF) lieferbar (Download) kostenlos

Beschreibung

Die Hessischen Blätter für Volksbildung wurden unter dem Titel “Erwachsenenbildung und Umgang mit (Corona-)Krisen” (2/2021) veröffentlicht. Neben verschiedenen Beiträgen aus der Wissenschaft zu Bewältigungsstrategien und dem Digitalisierungsschub, rücken Beiträge aus der Praxis die Chancen und Herausforderungen durch die Pandemie und die dadurch angeschobene Digitalisierung in ein besonderes Licht.

Im ersten Teil liegt der Fokus der Zeitschrift auf der wissenschaftlichen Betrachtung der Erwachsenenbildung in Zeit einer Pandemie und ihren Auswirkungen. Es geht um den Digitalisierungsschub durch die Pandemie, um Bewältigungsperspektiven und die Bedeutung von leiblicher Ko-Präsenz in Bildungsveranstaltungen.

Im zweiten Teil wird die praktische Perspektive in den Fokus gerückt: Wie ist es der praktischen Erwachsenenbildung in den letzten eineinhalb Jahren ergangen? Welche Chancen und Herausforderungen bietet eine digitale Volkshochschule? Was verbirgt sich hinter dem Begriff “risk literacy”? Und wie kann Digitalität gleichzeitig Ort der Ausgrenzung und der sozialen Gerechtigkeit sein?

Die Hessischen Blätter für Volksbildung sind über die Grenzen des Bundeslandes Hessen hinaus eine Publikationsreihe mit Relevanz für Theorie und Praxis der allgemeinen Erwachsenen- und Weiterbildung. Vier mal im Jahr wird die Zeitschrift herausgegebenen und erscheint seit Anfang 2020 im Open Access. Das bedeutet, dass sie den Nutzenden kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Damit wird der Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis erleichtert und verstärkt, was wiederum den globalen Wissensaustausch unterstützen soll.

Aus dem Inhalt:

Wissenschaft

  • Bernhard Schmidt-Hertha: Die Pandemie als Digitalisierungsschub?
  • Regine Sgodda: Volkshochschulen und die Coronapandemie: Bewältigungsperspektiven

Praxis

  • Anke Grotlüschen, Angelika Weis: Aspekte aus der Praxis der Erwachsenen- und Weiterbildung während der Coronaviruskrise und darüber hinaus
  • Ulrich Klemm, Mathias Repka: Chancen und Herausforderungen einer Online-VHS
  • Christiane Ehses (hvv) und Bernd Käpplinger (Uni Gießen) im Gespräch mit den Volkshochschulleitungen Torsten Denker (Landkreis Gießen), Elke Hohmann (Hanau) und Carsten Koehnen (Hochtaunus): Volkshochschulen können Krise! Interview

Education Permanente (EP) - Schweizer Fachzeitschrift für Erwachsenen- und Weiterbildung

Die EP («Education Permanente») ist die einzige Schweizer Fachzeitschrift für Erwachsenen- und Weiterbildung. Sie wird seit 54 Jahren vom Schweizerischen Verband für Weiterbildung SVEB herausgegeben. Ende 2020 wurde das inhaltliche Konzept der Zeitschrift grundlegend überarbeitet. Ab 2021 umfasst die EP ein wissenschaftsbasiertes Dossier zu einem Schwerpunktthema sowie eine thematisch offene Rubrik, die sich auf die praxisorientierte Reflexion aktueller Entwicklungen der Weiterbildung konzentriert. Ergänzt wird die EP um einen Serviceteil.  Eine weitere wichtige Neuerung ist, dass die EP als Printversion und als kostenlose Onlineversion in Deutsch und Französisch erscheint. Einzelne Beiträge erscheinen zusätzlich online in italienischer Sprache. Die eingereichten Beiträge werden einer qualitativen Prüfung durch die Redaktion unterzogen.  Die erste Ausgabe nach neuem Konzept ist im Mai 2021 erschienen.   

Educatioin Permanente

Ausrichtung der Zeitschrift 

Die EP orientiert sich an folgenden Zielsetzungen: 

  • Vertiefte Auseinandersetzung mit Themen, die für die Entwicklung der Weiterbildung relevant sind
  • Transfer von wissenschaftlichem Wissen in die Praxis
  • Reflexion von Entwicklungen der Weiterbildung im gesellschaftlichen Kontext
  • Anregungen und Impulse für die Praxis der Weiterbildung 


Zielgruppen 

  • Personen, die in der Programmplanung und Entwicklung von Angeboten oder im Bildungsmanagement tätig sind, Weiterbildungsinstitutionen leiten oder in anderer Form mit konzeptionellen, planerischen oder strategischen Aufgaben betraut sind. 


  • Entscheidungsträger in den verschiedenen Bereichen des Weiterbildungssystems, bspw. öffentlichen Verwaltungen oder Förderinstanzen. 


  • An Wissenschaft und Forschung interessierte Personen in der Bildungspraxis

  • Kursleiterinnen und Kursleiter sowie weiteres Weiterbildungspersonal 
 •

  • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Forschende aus allen Bildungsbereichen 


  • Personen, die an der Reflexion von Bildung im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen interessiert sind. 
  

Erscheinungsweise und Auflage 

Die EP erscheint zweimal jährlich (Mai und November) als Printzeitschrift sowie als kostenlose Online-Zeitschrift in Deutsch und Französisch. Einzelne Beiträge erscheinen zusätzlich online in italienischer Sprache.  

Printausgabe 

Die gedruckte Ausgabe erscheint im Format A5 mit einem Umfang von rund 120 Seiten. Die Auflage beträgt 1'100 Exemplare für die deutsche und 500 Exemplare für die französische Ausgabe. Die Zeitschrift ist für SVEB-Mitglieder kostenlos, für weitere Abonnenten kostenpflichtig.  Printausgabe bestellen

Online-Ausgabe 

Die digitale EP wird auf der Website des SVEB mit eigener Domain publiziert und steht kostenlos im Open Access zur Verfügung. Die einzelnen Beiträge können online gelesen und als pdf heruntergeladen werden. ## N°1 2021: Weiterbildungsbeteiligung verstehen und fördern